Ein weiteres Schmuckstück der „X-Calibre“ Serie – die MC4000 Vorstufe.
Wie auch bei der MA-4000 Endstufe, wurde ebenso bei der Vorstufe auf das Inventar von Carver zurückgegriffen.
Interessant hierbei allerdings, dass es kein direktes vergleichbares Gerät von Carver gibt.
Die Platine scheint also eine Sonderanfertigung zu sein, ist jedoch was Fertigung, Beschriftung und Bauart betrifft ganz typisch Carver.
Weiters gab es von der Vorstufe zwei Versionen – Die erste mit dem Carver typischen „Acoustic Expander / Sonic Holography“ sowie die „MK2“, bei welcher der Expander weggelassen wurde.

Die Vorstufe ist grundsätzlich gut aufgebaut, und spielt schon im oberen Mittelfeld, wobei hier manche Yamaha Vorstufen aus denselben Jahren doch etwas besser verarbeitet und entworfen wurden.

Die Vorstufe bietet einen Ausgang und natürlich für diese Zeit ganz üblich eine umfangreiche Phonostufe.
Auch hier nagte an den Umschaltern und Potentiometern die Zeit, und es war ein Service vieler Schalter und Regler nötig.
Carver bzw. Benytone hat hier typische Alps-Schalter mit Kontaktschleifern in Kupferausführung verwendet.




Warum bei der MK2 die „Acoustic Expander“ Funktionalität weggelassen wurde, steht natürlich in den Sternen. Vermutlich aber brachte es doch nicht den erwarteten „Hype“, denn in Wahrheit macht diese Schaltung nichts anderes als die Harmonischen zu verstärken, und ein gewisses Echo zu erzeugen.



Im Messlabor muss man durchaus erwähnen das diese Vorstufe hier überragende Werte erreicht und teilweise an THD-Werten von -120dB kratzt.
Überraschend allerdings der doch recht frühe Einbruch im Frequenzgang ab ca. 30kHz

